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Pharmakotherapie beim M. Parkinson

Prof. Olivier Rascol, Laboratoire de Pharmacologie Médicale et Clinique, Toulouse, Frankreich

 

An die Parkinson-Therapie werden folgende Ansprüche gestellt. Sie soll einerseits den Krankheitsverlauf verlangsamen oder ganz stoppen, andererseits die nicht motorische und dopaminerg-motorische Symptomatik reduzieren.

Man erhofft sich von neuen Therapiestrategien, wie zum Beispiel einer „Impfung gegen Parkinson“ oder durch Erneuerung der Neuronen (Graft, Stem Cell Transplantationen von embryonischen dopaminergen Neuronen, GDNF-Pumpe…) das Funktionieren des dopaminergen Systems zu erhalten.

 

Realität ist, dass der M. Parkinson nicht verhindert werden kann. Es besteht auch keine Heilungsmöglichkeit für die Erkrankung. Verschiedenste Medikamente helfen jedoch, die individuellen Parkinsonsymptome akurat zu behandeln.

 

Einige Therapieansätze:

Rasagilin, ein MAO-B-Hemmer (Hemmung des MAO-Enzyms, dadurch Entstehung von höherer Dopaminkonzentration im Gehirn) in Kombination mit Levodopa oder als Monotherapie ist bei Patienten mit Off-Phasen indiziert. Verschiedene Studien belegen die Wirksamkeit der Substanz (TEMPO- [1], LARGO-Studie [2].

 

Ropinirol: Neuroprotektive Wirkung [3]
In einer 2-Jahres-PET-Studie mit 186 Parkinsonpatienten konnte die den Zeitverlust der Substantia nigra verlangsamende Wirkung von Ropinirol (ReQuip) nachgewiesen werden. Am Ende der 2-jährigen Beobachtungszeit zeigte die 18-Fluoro-Dopa PET-Untersuchung in der Ropinirol-Gruppe eine 13%-ige und in der L-Dopa-Gruppe eine 20%-ige Progression in der Substantia nigra.

 

Partieller Dopamin 2-Rezeptoragonist: Nur halber agonistischer Effekt dafür weniger Dyskinesien (z. B. SLV308)

 

Dopamin-Reuptake Inhibitor: z. B. Tesofensine (weniger Dyskinesien, Resultate aus Tierstudien). Die Resultate der early Parkinson Disease Phase II Studie waren leider nicht vielversprechend. Die Daten der advanced Parkinson Disease-Studie zeigten aber klinische und statistisch signifikante Effekte (z. B. Reduktion der „immobilen Perioden, respektive der off-Phasen). Tesofensine wurde als „als add-on Therapie“ verabreicht (Dosierungen 0.25mg und 0.5mg).

 

Besserer Ersatz für Dopamin (DA): z. B. im Striatum durch kontinuierliche DA-Stimulation. Patch

 

Besserer Weg um Levodopa zu verabreichen: Frühe Kombination mit COMT-Inhibitoren um eine kontinuierlichere DA-Stimulation zu erreichen (z. B. Levodopa+Entacapone: Zeit bis zu Dyskinesien verlängert).

 

Bessere DA-Stimulation im Striatum: Biotherapie und Chirurgie (fetale mesenceph. cell graft, embryonic stem cells).

 

Blockieren von serotonergen Rezeptoren: 5 HT1A-Agonist Sarizotan

Noradrenerge Transmission blockieren: Alpha-2 Rezeptorenblocker Fipamezole: L-Dopa+Fipamezole



 

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