Eine Task Force, bestehend aus Experten dreier amerikanischer Fachgesellschaften für Allergologie und Immunologie haben einen Vorspann zu neuen Guidelines publiziert, in welcher sie auf wichtige Punkte bei der Behandlung der Anaphylaxie, welche häufig durch Nahrungsmittel ausgelöst wird, hinweisen.
Die Richtlinien repräsentieren die Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie der Anaphylaxie der American Academy of Allergy, Asthma & Immunology (AAAAI), des American College of Allergy, Asthma & Immunology (ACAAI) und des Joint Council of Allergy, Asthma and Immunology. Die Schlüsselaussagen sind folgende:
Nahrungsmittel sind die häufigste Ursache für eine Anaphylaxie (ca. 30% aller tödlich verlaufenden Ereignisse).
Biphasische Reaktionen bei Nahrungsmittelallergien treten in bis zu 25% der Fälle auf.
Asthma ist ein Risikofaktor für schwere Nahrungsmittelallergien.
Weitere häufige Trigger einer Anaphylaxie sind Latex und Anästhetika.
Die wichtigste präventive Massnahme ist die genaue Instruktion des Patienten (Vermeiden der Auslöser und Trigger, Erlernen der Selbstmedikation [Epipen]).
Einige anaphylaktische Reaktionen reagieren nicht auf Epinephrin. Bei diesen Patienten können allenfalls Tranexamsäure (bei intravasaler Gerinnung) oder Methylenblau (zur Hemmung der NO-Bildung bei Hypotonie) wirksam eingesetzt werden.
Patienten mit einer Hypotonie sollten so lange liegen bleiben, bis sie wieder vollständig kreislaufstabil und asymptomatisch sind. Es wurde über Todesfälle bei Patienten berichtet, welche vorzeitig eine aufrechte Position eingenommen hatten (durch Arrhythmien).