|
Unter dem Begriff Nahrungsmittel-Unverträglichkeit werden mehrere Gruppen von Krankheitsbildern zusammengefasst. Die wichtigsten sind die Nahrungsmittel-Intoleranz (Bsp. Laktoseintoleranz, Fruktoseintoleranz) und die Nahrungsmittel-Allergie (IgE-vermittelt oder nicht).
Mehr als 20% der Bevölkerung in industrialisierten Ländern leiden unter einer Form von Nahrungsmittel-Unverträglichkeit [1]. Die Mehrheit ist von nicht immunologischen Formen wie Pseudoallergien, Enzymopathien oder chronischen Infektionen betroffen. Die Prävalenz der echten allergischen Reaktion auf Nahrungsmittel beträgt lediglich 2-5%, Tendenz allerdings zunehmend [1]. Kinder sind mit 5-6% etwas häufiger betroffen als Erwachsene mit 3-4% [2,3]. Die Differentialdiagnose der Nahrungsmittel-Unverträglichkeit ist aufgrund der wenig spezifischen Symptome gross.
Referenzen
1. Zopf Y et al. The differential diagnosis of food intolerance. Dtsch Arztebl Int 2009;106:359-369
2. Sicherer SH, Sampson HA. Food allergy. J Allergy Clin Immunol 2010;125(2 Suppl 2):S116-125
3. Wang J, Sampson HA. Food allergy: recent advances in pathophysiology and treatment. Allergy Asthma Immunol Res 2009;1:19-29 |