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Zusammenhang zwischen Paracetamol-Exposition und Asthma
 
In epidemiologischen Studien bestehen Hinweise darauf, dass die Einnahme von Paracetamol das Asthmarisiko erhöhen könnte. Beasley und Kollegen haben untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen der Paracetamol-Exposition in der Adoleszenz und Asthmasymptomen besteht.

An der ISAAC-Studie (International Study of Asthma and Allergies in Childhood) nahmen über 300’000 Adoleszente aus 50 verschiedenen Ländern teil. In einem Fragebogen gaben Sie Auskunft zu Asthma- und Rhinokonjunktivitis-Symptomen sowie zu Hautekzemen einerseits und potenziellen Risikofaktoren für atopische Erkrankungen, inklusive Einnahme von Paracetamol in den letzten 12 Monaten, andererseits. Primärer Studienendpunkt war das Risiko, an Asthmasymptomen zu leiden – je nach Paracetamol-Exposition.

 

In der multivariaten logistischen Regressionsanalyse bestand eine signifikante Assoziation zwischen der Paracetamoleinnahme und Asthmasymptomen. Die Odds Ratio betrug 1.43 bei Exposition mindestens einmal im letzten Jahr und 2.51 bei Exposition mindestens einmal im letzten Monat (im Vergleich zu fehlender Exposition). Die Einnahme von Paracetamol war bei den adoleszenten Teilnehmern auch mit einem erhöhten Risiko für Rhinokonjunktivitis und Ekzeme assoziiert: OR 1.38 und 2.39 für die Exposition im letzten Jahr bzw. im letzten Monat für Rhinokonjunktivitis und OR 1.31 und 1.99 für die Exposition im letzten Jahr bzw. im letzten Monat für Ekzeme.

 

Konklusion der Autoren: Die Einnehme von Paracetamol scheint gemäss diesen Ergebnissen ein wichtiger Risikofaktor in der Entwicklung respektive Erhaltung von atopischen Erkrankungen bei Adoleszenten zu sein.

 

Link zur Studie


Am J Respir Crit Care Med 2010 online Publikation 13. August - Beasley RW et al

25.08.2010 - dde


 

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