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In der TODAY-Studie (Treatment Options for type 2 Diabetes in Adolescents and Youth) wurden 699 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren mit einem in den vergangenen zwei Jahren diagnostizierten T2DM aufgenommen. Die Teilnehmer wurden per Zufallsprinzip in eine der drei Therapiegruppen eingeteilt: Metformin alleine (1000 mg zweimal täglich), Metformin plus Rosiglitazon (4 mg zweimal täglich) sowie Metformin und intensive Lebensstilmodifikation (Gewichtsreduktion durch Ernährungsumstellung und körperliche Aktivität). Primärer Endpunkt war ein Therapieversagen, definiert als ein HbA1c-Wert von über 8% über eine Dauer von 6 Monaten oder eine Stoffwechselentgleisung, die eine Gabe von Insulin erforderlich machte.
Zu einem Therapieversagen kam es bei 45.6% (319/699) der jungen Patienten (mittlere Beobachtungszeit 3.86 Jahre). Bei Metformin-Monotherapie lag der Anteil der Therapieversager bei 51.7% (120/232), bei Metformin plus Rosiglitazon bei 38.6% (90/233) und bei Metformin plus Lebensstiländerung bei 46.6% (109/234). Somit war die Kombination aus Metformin plus Rosiglitazon der Monotherapie überlegen (p=0.006), die zusätzliche Lebensstilmodifikation jedoch nicht.
Konklusion der Autoren: Mit Metformin-Monotherapie wurde nur bei knapp der Hälfte der Kinder und Jugendlichem mit T2DM eine Stoffwechselkontrolle erreicht. Etwas bessere Ergebnisse erzielte die Kombination aus Metformin plus Rosiglitazon; eine zusätzliche Lebensstilmodifikation zeigte kaum Wirkung.
Link zur Studie
Anmerkung der Redaktion: Aufgrund des erhöhten Risikos kardiovaskulärer Erkrankungen unter der Einnahme von Rosiglitazon empfahl die Europäische Arzneimittelagentur EMA im September 2010 die Aufhebung der Zulassung in Europa. Aus der Gruppe der sogenannten Insulin-Sensitizer ist nur noch Pioglitazon als Reservemedikament im Handel, dass wiederum im Verdacht steht, die Entstehung von Blasenkrebs zu begünstigen.
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