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Für die Metaanalyse wurden die Daten von 27 Studien mit insgesamt 174'149 Personen ausgewertet, 22 Studien waren placebokontrolliert (Beobachtungszeit median 4.8 Jahre) und 5 Studien verglichen niedrig mit höher dosiertem Statin (Beobachtungszeit median 5.1 Jahre). Zu den primären Endpunkten zählten grosse kardiale Ereignisse (kardialer Tod, nicht tödlicher Myokardinfarkt) sowie Hirnschlag und Koronar-Revaskularisationen. Je nach 5-Jahresrisiko erfolgte eine Stratifizierung in fünf Gruppen (<5%, 5 bis <10%, 10 bis <20%, 20 bis <30%, 30% oder höher).
Pro Senkung des LDL-Cholesterins um 1 mmol/l senkte im Vergleich zu keiner oder einer niedrigen Statintherapie sowohl das Risiko für ein kardiovaskuläres Ereignis in den nächsten fünf Jahre um 21% - unabhängig von Alter, Geschlecht, LDL-Ausgangswert und kardiovaskulärer Vorerkrankung - als auch die vaskuläre Mortalität und Gesamtsterblichkeit. Dabei profitierten Personen mit niedrigem Risiko (<10%) ebenso wie jene mit höherem. So senkte sich das relative Risiko (RR) pro LDL-Reduktion um 1 mmol/l in den einzelnen Risikogruppen (niedrigstes bis höchstes Risiko) um 38%, 31%, 21%, 18% und um 21% (p=0.04 für Trend). Beide Gruppen mit dem geringsten Risiko (<5% und 5 bis <10%) profitierten von einer geringeren Rate an kardialen Ereignissen (RR 0.57, p=0.0012 und 0.61, p<0.0001), Koronar-Revaskularisationen (RR 0.52 und 0.63, p<0.0001 für beide) und Hirnschlag (RR 0.76% bei <10%, p=0.0012). Bei niedrigem Risiko wurde mit jeder LDL-Reduktion um 1 mmol/l die kardiovaskuläre Mortalität und Gesamtsterblichkeit um 15% und 9% gesenkt. Es gab keine Hinweise für ein Ansteigen des Krebsrisikos oder der Todesrate aufgrund anderer Erkrankungen.
Konklusion der Autoren: Bei Personen mit niedrigem kardiovaskulären Risiko (5-Jahresrisiko <10%) können durch die Einnahme von Statinen innerhalb der nächsten fünf Jahre 11 kardiovaskuläre Ereignisse pro 1000 Behandelte verhindert werden. Die Studienautoren fordern, die Leitlinien entsprechend zu überdenken. |