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In der randomisierten Studie nahmen 1'326 Patienten mit einer rezidivierend-remittierenden MS 1:1:1 oral entweder eine kumulative Dosis von 3.5 mg respektive 5.25 mg Cladribin oder Placebo ein. Die Verabreichung der Tabletten erfolgte in 2 oder 4 Intervallen von 8 bis 20 Tagen im ersten Jahr und in zwei Intervallen im zweiten Jahr. Primärer Endpunkt war die Schubrate nach 2 Jahren (96 Wochen).
Unter 3.5 mg oder 5.25 mg Cladribin war die jährliche Schubrate hoch signifikant geringer als unter Placebo (0.14 respektive 0.15 versus 0.33, p<0.001 für beide Vergleiche). Am Ende des Follow-ups waren in den Cladribingruppen 79.7% respektive 78.9% rezidivfrei, in der Placebogruppe waren es 60.9% (p<0.001 für beide Vergleiche). Unter Cladribin wurden im Vergleich zu Placebo weniger Progressionen einer Behinderung und eine Reduktion der Hirnläsionen im MRI festgestellt. Nebenwirkungen von Cladribin waren vor allem Lymphozytopenien (21.6% respektive 31.5% versus 1.8% unter Placebo) und Herpes Zoster (8 respektive 12 versus 0 Patienten unter Placebo).
Konklusion der Autoren: Cladribintabletten reduzieren bei rezidivirerend-remittierender MS die Schubrate, die Progression einer Behinderung sowie die im MRI gemessene Krankheitsaktivität. Dieser Benefit muss gegen die potentiellen Risiken abgewogen werden.
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