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Journalscreening


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Frühe Kurzzeittherapie mit Insulin bei Typ-2-Diabetes
In den vergangenen Jahren haben kleinere Studien darauf hingewiesen, dass mit einer kurzzeitigen Insulintherapie für 2-3 Wochen bei neu diagnostiziertem Typ-2 Diabetes eine längerfristige Remission erreicht werden kann. Eine Gesamtauswertung dieser Studien wurde nun im Lancet Diabetes & Endocrinology publiziert.
The Lancet Diabetes & Endocrinology 2013, Online Publikation am 2. Februar , Kramer CK et al.

Osteoporose: Antikörper plus Osteoanabolikum besser als jeweilige Monotherapie
Bei postmenopausaler Osteoporose lässt sich der Nutzen einer Therapie mit dem RANK-Ligand-Inhibitor Denosumab durch die Kombination mit dem Osteoanabolikum Teriparatid noch erhöhen, wie eine vorab online im Lancet publizierte Studie zeigt.
The Lancet 2013; Online Publikation am 15 Mai , Tsai JN et al.

GERD: Fundoplicatio auch längerfristig besser als Medikamente
Die REFLUX-Studie untersuchte, ob eine laparoskopische Fundoplicatio bei Patienten mit gastroösophagealer Refluxerkrankung (GERD) bessere Erfolge bringt als eine medikamentöse Behandlung. Die 5-Jahresdaten wurden nun publiziert.
BMJ 2013;346:f2023 , Vickers AJ et al.

Pneumonie: CRP und Procalcitonin zur Risikoprädiktion in der hausärztlichen Praxis
Die Unterscheidung zwischen unkomplizierten Infekten der unteren Atemwege und Pneumonien ist in der Allgemeinpraxis häufig anspruchsvoll. Eine Studie im Britischen Ärzteblatt untersuchte den Beitrag der beiden Biomarker CRP und Procalcitonin zur Abschätzung einer möglichen Pneumonie bei Patienten mit akutem Husten.
BMJ 2013;346:f2450 , van Vugt SF et al. on behalf of the GRACE consortium

Sublinguale Immuntherapie effektiv bei allergischer Rhinitis und Asthma
Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) bei Allergien kann durch subkutane, aber auch durch sublinguale Verabreichung (SIT) mit wasserlöslichen Allergenen erfolgen. Eine Metaanalyse im JAMA untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit der SIT bei allergischer Rhinokonjunktivitis und allergischem Asthma.
JAMA. 2013;309(12):1278-1288 , Lin SY et al

Reduzierter Kochsalzkonsum senkt den Blutdruck
Ein hoher Salzkonsum stellt insbesondere für Hypertoniker ein Risiko dar. Aber auch Normotoniker sollen zu viel Salz vermeiden. Schon wer vier Wochen lang oder länger den täglichen Kochsalzkonsum moderat auf max. 6 Gramm reduziert, kann den Blutdruck deutlich senken – und damit auch das kardiovaskuläre Risiko.
BMJ 2013;346:f1325 , He FJ et al.

Erfolg für Australisches HPV-Impfprogramm bei Genitalwarzen
In Australien sind seit der Einführung des staatliches HPV-Impfprogramms für Mädchen und junge Frauen im Jahr 2007 die neuen Fälle von Genitalwarzen bei Frauen und sogar bei Männern deutlich zurückgegangen.
BMJ 2013;346:f2032 , Ali H et al.

Prävention katheterassoziierte Harnwegsinfekte
Harnwegsinfektionen zählen zu den häufigsten nosokomialen Infektionen überhaupt. Da der transurethrale Harnwegskatheter der wichtigste Risikofaktor für solche Harnwegsinfektionen ist, stellt die Vermeidung unnötiger Katheterliegetage das Grundprinzip aller Präventionskonzepte dar. Eine amerikanische Studie liefert dazu neue Daten.
JAMA Intern Med. 2013; Online Publikation am 25. März , Saint S et al.

Antianämikum bei Herzinsuffizienz ohne Wirkung
Die Korrektur einer Anämie bei Patienten mit Herzinsuffizienz hat in der grossen RED-HF-Studie nicht wie erhofft die Mortalität und Morbidität gesenkt. Demnach scheint eine Anämie bei Herzinsuffizienz nur ein Marker für eine schlechte Prognose zu sein, jedoch kein therapeutischer Ansatzpunkt.
N Engl J Med 2013; 368:1210-1219 , Schwedberg K et al. for the RED-HF Committees and Investigators

Diagnosefehler in der Primärversorgung
Seit gut einem Jahrzehnt wird das Problem medizinischer Fehler bzw. gefährdeter Patientensicherheit intensiv diskutiert. Bis heute stammen jedoch weltweit die meisten Studien aus der Hochrisiko-Medizin bzw. der stationären Versorgung. Nur vereinzelt wurden Untersuchungen im Bereich der hausärztlichen Versorgung durchgeführt.
JAMA Intern Med. 2013;173(6):418-425 , Singh H et al.

Meniskuseinriss: Operation - ja oder nein
Der Vorteil einer arthroskopischen partiellen Meniskektomie gegenüber der alleinigen Physiotherapie bei Patienten mit symptomatischem Meniskusriss und Osteoarthrose ist unklar.
N Engl J Med 2013; Online Publikation am 19. März , Katz JN et al.

Arthritis: Tocilizumab in der Monotherapie überlegen
Grob ein Drittel der Patienten mit Rheumatoider Arthritis, die mit einem Biologikum behandelt werden, erhalten dieses - meist aufgrund einer MTX-Unverträglichkeit - als Monotherapie. In der ADACTA-Studie erfolgte erstmals ein Head-to-Head-Vergleich von Tocilizumab- und Adalimumab-Monotherapie.
Lancet 2013; Online Publikation am 18. März , Gabay C et al. on behalf of the ADACTA Study Investigators

Gewichtsreduktion verbessert Refluxbeschwerden
Ein hoher BMI gilt als Risikofaktor für Sodbrennen und andere Refluxbeschwerden. Im Rahmen einer grossen Bevölkerungsstudie aus Norwegen wurde der Einfluss einer Gewichtsreduktion auf Refluxbeschwerden untersucht.
Am J Gastroenterol 2013;108:376–382 , Ness-Jensen E et al.

Mittelmeerkost senkt kardiovaskuläres Risiko
Eine mediterane Kost mit uneingeschränkter Energieaufnahme, angereichtert mit Olivenöl oder Nüssen, reduzierte in einer grossen, randomisierten Studie die kardiovaskulären Ereignisse bei Risikopersonen deutlich gegenüber einer herkömmlichen fettreduzierten Diät.
N Engl J Med 2013; 368:699-708 , Agnelli G et al. for the AMPLIFY-EXT Investigators

Thromboembolien: Dabigatran zur Rezidivprophylaxe
In den im NEJM aktuell publizierten Studien mit Dabigatran zur verlängerten Sekundärprophylaxe tiefer Venenthrombosen erwies sich Dabigatran bei weniger Blutungen genauso effektiv wie Warfarin (RE-MEDY-Studie) und deutlich effektiver gegenüber Placebo (RE-SONATE-Studie).
N Engl J Med 2013; 368:709-718 , Schulmann S et al. for the RE-MEDY and the RE-SONATE Trials Investigators

Parkinson: Frühe Neurostimulation von Vorteil
Die Neurostimulation wurde bisher nur bei Patienten mit langjähriger Erkrankung und schwerer Symptomatik eingesetzt. Eine Studie im New England Journal of Medicine zeigt nun, dass davon auch Patienten in früheren Stadien deutlich mehr profitieren als von der alleinigen medikamentösen Therapie.
N Engl J Med. 2013;368(7):610-22 , Schuepbach WM et al. for the EARLYSTIM Study Group

Diabetes: Pause nach dem Spritzen von Normalinsulin unnötig
Bisher wurde insulinpflichtigen Typ-2-Diabetikern empfohlen, nach dem Spritzen von Humaninsulin eine Pause von 20 bis 30 Minuten einzuhalten, bevor etwas gegessen werden kann. Eine Studie im Diabetes Care zeigt nun, dass auch ohne Pause, der Blutzuckerspiegel nicht stark ansteigt.
Diabetes Care 2013; Online Publikation am 22. Januar , Müller N et al.

Vorhofflimmern und Herzinsuffizienz: Was bringen Betablocker?
In den Leitlinien zur Herzinsuffizienz sind Betablocker ein Eckpfeiler, um Morbidität und Mortalität zu reduzieren, ohne hinsichtlich des Herzrhythmus zu differenzieren. Eine akutelle Metaanalyse im Journal of the American College of Cardiology: Heart Failure weist nun darauf hin, dass sich der Überlebensvorteil auf Patienten im Sinusrhythmus beschränkt.
JCHF 2013;1:21-28 , Rienstra R et al.

pAVK: ACE-Hemmer verbessert schmerzfreie Gehzeit
Eine Studie im JAMA untersuchte den Effekt des ACE-Hemmers Ramipril bei Patienten mit symptomatischer peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) auf die schmerzfreie und maximal mögliche Gehzeit. Die Ergebnisse waren viel versprechend.
JAMA 2013;309:453-460 , Ahimastos AA et al.

Tennisellbogen: Rote Karte für Steroidinjektionen
Eine Studie im JAMA bestätigt: Steroid-Spritzen sind bei Epicondylitis lateralis ("Tennisellbogen") im Langzeitverlauf mehr schädlich als nützlich. Auch die Kombination mit Physiotherapie ist nicht sinnvoll.
JAMA 2013;309:461-469 , Coombes BK et al.

 
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