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Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 21. Mai 2012
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Intravenöse Eisentherapie ist kosteneffizient
 
Kürzlich wurde eine erste pharmakoökonomische Studie publiziert zur Kosteneffektivität der parenteralen Eisentherapie mit Eisencarboxymaltose in drei verschiedenen Anämie-Settings: Chemotherapie-induzierte Anämie bei Brustkrebs respektive Darmkrebs und perioperative Anämie bei Patienten mit elektiven orthopädischen Eingriffen an Knie oder Hüfte.

Für die Modellkalkulationen berechneten die Autoren die geschätzten Kosten für die Behandlung mit Erythropoese-stimulierenden Agenzien (ESA), Verabreichung von Erythrozytenkonzentraten und parenteraler Eisencarboxymaltose und verglichen diese innerhalb der drei Settings. Untersucht wurde die Kosteneffektivität aus der Perspektive des öffentlichen Gesundheitssystems in Frankreich basierend auf Daten medizinischer Studien, Daten der Gesundheitsbehörden und medizinischer Experten.

 

Am kosteneffektivsten war Eisencarboxymaltose zur Behandlung der chemoinduzierten Anämie bei Brustkrebs mit jährlichen Kosteneinsparungen von 997 Euro pro Person bei metastasierten und 360 Euro pro Person bei nicht metastasierten Tumoren. Die globale Kosteneinsparung wurde auf 33.6 Mio. Euro jährlich berechnet. Dieser deutliche Effekt war vorwiegend damit erklärbar, dass weniger Frauen eine Therapie benötigten und niedrigere ESA-Dosen notwendig waren. Bei chemoinduzierter Anämie bei Darmkrebs betrug die durchschnittliche Kosteneinsparung 168 Euro pro Person und einer globalen Einsparung von 7.5 Mio. Euro pro Jahr. Bei Knie- und Hüftoperationen waren es 216 Euro pro Person und global 12.1 Mio. Euro. Für alle drei Settings zusammen errechnete sich eine globale Kosteneinsparung von 53 Mio. Euro; davon waren 39 Mio. Euro dem geringeren Bedarf an ESA zuzuschreiben. Auch unter den unterschiedlichsten ökonomischen Annahmen blieb der Einsatz von Eisencarboxymaltose kosteneffektiv, insbesondere aufgrund von weniger notwendigen Ausgaben für ESA.

 

Konklusion der Autoren: Diese Modellkalkulationen weisen darauf hin, dass die leitliniengerechte intravenöse Eisentherapie kosteneffektiv ist. Am deutlichsten zeigte sich dieser positive Kosten-Nutzen-Effekt bei Brustkrebspatientinnen mit chemotherapieinduzierter Anämie.

 

Link zur Studie


J Med Econ 2011, Online Publikation am 5. Dezember - Luporsi E et al.

30.01.2012 - gem


 

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