|
An der randomisierten, placebokontrollierten Doppelblindstudie nahmen 514 Typ 2 Diabetiker aus den USA, Indien und Mexico, welche mit Metformin behandelt waren und ein durchschnittliches HbA1c von 8.5%, eine Nüchternglukose von 9.1 mmol/l und ein Körpergewicht von 88 kg aufwiesen, teil. Sie erhielten entweder einmal wöchentlich eine Injektion von 2 mg Exenatid plus einmal täglich Placebotabletten, eine Placeboinjektion plus 100 mg Sitagliptin einmal täglich oder eine Placeboinjektion plus einmal täglich 45 mg Pioglitazon. Primärer Studienendpunkt war die Veränderung des HbA1c nach einem halben Jahr in der intention-to-treat Analyse.
In der Exenatidgruppe betrug die Senkung des HbA1c nach einem halben Jahr 1.5%, in der Sitagliptingruppe 0.9% und in der Pioglitazongruppe 1.2%. Damit hatte Exenatid einen signifikant grösseren Effekt auf die HbA1c-Senkung als Sitagliptin (p<0.0001) und Pioglitazon (p=0.017). Unter Exenatid zeigte sich auch die grösste Reduktion des Körpergewichts (-2.3 kg gegenüber -1.5 kg unter Sitagliptin und +2.8 unter Pioglitazon). Schwere Hypoglykämien traten keine auf. Häufigste Nebenwirkungen waren Nausea und Diarrhoe unter Exenatid sowie Sitagliptin und obere Atemwegsinfektionen sowie periphere Ödeme unter Pioglitazon.
Konklusion der Autoren: Das Hauptziel des Diabetes-Managements ist eine optimale Glukosekontrolle in Kombination mit einem Gewichtsverlust möglichst ohne Hypoglykämien. Dieses Ziel konnte mit einer einmal wöchentlichen Injektion von Exenatid besser erreicht werden als mit maximalen oralen Dosen von Sitagliptin oder Pioglitazon täglich. |