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Die neue Tabakpräventionskampagne ist lanciert

"Weniger Rauch, mehr Leben": Unter diesem Slogan läuft die neue Tabakpräventionskampagne des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). 2007 hingen 29 Prozent der Bevölkerung am Glimmstengel - gleich viele wie im Vorjahr.

Diesen noch immer Rauchenden will die neue BAG-Kampagne die Vorteile des Rauchfreiheit zeigen. Die Nichtrauchenden werden in ihrem Verhalten bestärkt.

 

Die neue Aktion schliesst an die Kampagne "Bravo" an und übernimmt deren Elemente wie die geknickte Zigarette und den blauen Hintergrund. Ein Plakat mit der Schlagzeile "Es liegt in der Luft" soll den gesellschaftlichen Trend hin zum Nichtrauchen verdeutlichen.

 

Auch die Inserate vermitteln laut BAG positive Botschaften und wissenschaftliche Fakten zum Rauchverzicht. Die Schlagzeile "Ein gutes Herz bewahren" illustriert so, dass schon eine einjährige Abstinenz die Kurzatmigkeit verringert und das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung um 50 Prozent senkt.

 

Rauchertelefon gibt Tipps

Die Inserate sind mit einem Hinweis auf die Rauchstopplinie 0848 000 181 ergänzt, deren professionelle und persönliche Beratung beim Ausstieg hilft. Die Kampagne "Weniger Rauch, mehr Leben" wird in den Monaten Mai, Juli, August, Oktober und November 2008 in Zeitschriften und Zeitungen sowie auf Plakatwänden zu sehen sein. Ergänzt wird sie mit Online-Inseraten.

 

Erfolgreich verläuft laut BAG im Übrigen die Kampagne "arbeitsplatz.rauchfrei", die das Bundesamt 2006 gemeinsam mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft und dem Verband der Krankenkassen lanciert hat. Mittlerweile haben sich rund 1900 Betriebe mit über 200 000 Arbeitnehmenden zu rauchfreien Arbeitsplätzen verpflichtet.

 

Raucherquote stabil

Trotz Kampagnen rauchten 2007 mit 29 Prozent der Bevölkerung gleich viele Leute wie im Vorjahr, wie dem neuen BAG-Tabakmonitoring zu entnehmen ist. 2001 hatte noch ein Drittel geraucht. Befragt werden für die Umfrage jeweils über 10 000 Personen im Alter zwischen 14 bis 65 Jahren.

 

Bei den Männern rauchten 33 Prozent, bei den Frauen 24 Prozent. Am meisten Rauchende fanden sich in der Alterskategorie zwischen 20 und 24 Jahren. Dort konsumierten 46 Prozent der Männer und 35 Prozent der Frauen Tabak.

 

Bei den 25- bis 44-Jährigen ging der Raucheranteil zwischen 2001 und 2007 von 33 auf 26 Prozent zurück. 54 Prozent der Rauchenden wollten ihr Laster an den Nagel hängen, 30 Prozent schon innerhalb von sechs Monaten.

 

Täglich Rauchende gingen ihrem Laster vor allem in den eigenen vier Wänden nach, Gelegenheitsraucher im Ausgang. Der Arbeitsplatz verschwindet als Hauptort des Rauchens wegen der zunehmenden Rauchverbote.

sda

06.05.2008 - gem

 
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